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Seit 2000 reist Jürgen Wacker jedes Jahr mit einer Gruppe von Ärzten und Hebammen für eine Woche nach Burkina Faso, um Fistelpatientinnen zu operieren und Hebammen fortzubilden.

Im Juni 2008 wurde zur Unterstützung der Geburtsfistel-OP Workshops in Burkina Faso der Verein "Menschen für Frauen e.V." gegründet.

Bei einem dieser Besuche im Oktober 2009 versprach König Mogho Naaba, Stammesoberhaupt einer der größten Ethnien des Landes, der Mossi, unserem Verein „Menschen für Frauen e.V.“ Land für den Bau einer Fistelklinik zu geben. Am 25. Mai 2010 wurde dieses Versprechen eingelöst und unser Verein erhielt ein 1,1 Hektar großes Stück Land zur Errichtung der geplanten Klinik im Secteur 38 im Stadtgebiet von Ouagadougou.

2012 wurde unser burkinischer Partnerverein „ABMF“ (Association Burkinabè Menschen für Frauen) gegründet. Gemeinsam haben wir es uns zum Ziel gesetzt ein Hospital aufzubauen und ein Zentrum für Frauen zu schaffen.

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König der Mossi, Mogho Naaba und Jürgen Wacker, Foto: Menschen für Frauen e.V.

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Im November 2016 wurden die neuen Gebäude mit der Krankenstation in Ouagadougou eingeweiht. Die Krankenstation ist seit 2017 in Betrieb.

Der Bau geht weiter- Das Dispensaire ist in Betrieb, nun folgt die Maternité

Von März bis April 2021 besuchte Dr. med. Laura Häusler, Gynäkologin und Mitglied von „Menschen für Frauen e.V.“, unsere burkinischen Partner in Ouagadougou. Ziel ihres Aufenthaltes war es einerseits den Zustand des 2016 in Betrieb genommenen Dispensaires zu beurteilen und andererseits den Bau des Gesundheitszentrums voranzubringen. So fehlt zur Komplettierung des Centre de Santé eine Maternité, das heißt eine Geburtenabteilung.
Aufgrund der Covid19-Pandemie lag der letzte Besuch vor Ort bereits über ein Jahr zurück, was auch die Fortführung unserer Arbeit in Burkina Faso verlangsamt hatte. Bei überschaubaren Fallzahlen in Ouagadougou und aufgrund der Dringlichkeit des Projektes erschien ein Besuch nun jedoch möglich und so machte sich Frau Häusler Ende März auf den Weg in die Hauptstadt Burkina Faso’s, dem Land der aufrechten Menschen.

Zu Beginn ihres Aufenthaltes fanden mehrere Treffen mit den Vorsitzenden unserer Partnerorganisation, der Association burkinabé Menschen für Frauen (ABMF) statt, um die aktuelle gesundheitliche Situation vor Ort zu beurteilen und die Zukunftspläne für das Projekt „ein Hospital für Frauen“ zu besprechen. Hierbei waren sich alle rasch einig, dass das 2016 errichtete Dispensaire um eine Maternité ergänzt werden sollte.

Wie bereits berichtet, wurde das Dispensaire, das heißt die Poliklinik, dem Ministère de la Santé übergeben. Seitdem bieten hier mehrere Krankenpfleger/innen geplante und notfallmässige Konsultationen sowie kleinere ambulante Behandlungen an. Das Patientenkollektiv setzt sich vor allem aus Frauen und Kindern zusammen, prinzipiell steht die Poliklinik jedoch der gesamten Bevölkerung des Secteurs 38 zur Verfügung.
Der Besuch des Dispensaires gemeinsam mit Dr. med. Yakouba Zanré, dem Direktor der Association burkinabé Menschen für Frauen e.V., erweckte einen positiven Eindruck. Das Gebäude und die Behandlungsräume sowie die kleine Apotheke sind in ordentlichem Zustand. Begrüßt wurden die Beiden von einem freundlichen Krankenpfleger, während dessen Kollegin gerade eine Schwangere mit Hyperemesis gravidarum (Schwangerschaftserbrechen) behandelte.
Wie verabredet war auch eine Vertreterin des Gesundheitsministeriums Madame Dr. BA Nyiama Jacqueline Ouoba vor Ort, mit welcher die Ideen zur Zukunft des Centre de Santé besprochen wurden. Auch bei Madame Ouoba stieß der Plan zur Konstruktion einer Maternité auf Zustimmung und sie versicherte, dass das Gesundheitsministerium das entsprechende Personal zur Inbetriebnahme der Geburtenabteilung zur Verfügung stellen werde.

Ebenso erfolgreich verlief der Besuch beim Bürgermeister des Secteurs 38, Monsieur le Maire Bamogo, welcher Frau Häusler in Begleitung von Marie-Madeleine Da Sansan, pensionierte Hebamme und Vorstandsmitglied von ABMF, einige Tage später empfing. Die Ergänzung des Dispensaires um eine Maternité sei dringend erforderlich, da die Bevölkerung dieses Stadtteils weiterhin medizinisch deutlich unterversorgt sei und keine vergleichbare Einrichtung existiere, versicherte der Maire.

In ihren Plänen bestärkt verabredeten sich Madame Da Sansan und Frau Häusler mit dem früheren Bauunternehmer des Dispensaires, Olivier Conombo, um ein entsprechendes Angebot einzuholen. Zum Vergleich wurde ein zweites Bauunternehmen angefragt, welches regelmäßig im Secteur 38 Aufträge abwickelt.

Zu guter Letzt war das Treffen mit dem König der Mossi, dem Mogho Naba ausstehend. Das Oberhaupt der größten ethnischen Minderheit Burkina Faso’s hatte Prof. Wacker 2010 das Grundstück im Secteur 38 zum Bau einer Klinik zur Verfügung gestellt, die Geburtsstunde der Organisation Menschen für Frauen e.V.. Ausgestattet mit einer Linzertorte, dem Lieblingskuchen des Mogho Nabas, und in traditionellen Pagnes gekleidet machten sich Madame Da Sansan, Dr. med. Häusler und Dr. med. Zanré zu dessen Palast in Ouagadougou auf. Zur großen Erleichterung aller begrüßte auch der Mogho Naba den Plan als nächsten Schritt eine Maternité zu konstruieren. Beschenkt mit einem großen Paket Zucker anlässlich des diesjährigen Ramadans und glücklich über die Zustimmung der Mogho Nabas verließen die drei den Palast.

Nach erfolgreich abgeschlossener Mission und mit zahlreichen Geschenken und spannenden Eindrücken im Gepäck kehrte Frau Häusler schließlich wohlbehalten aus Burkina Faso zurück, um dem Vorstand von Menschen für Frauen e.V. zu berichten, welcher nun den Bau der Maternité im Secteur 38 in Ouagadougou beauftragt hat.

2021

Erfahrungsbericht Laura Häusler

Übergabe Geschenk an Mogho Naaba
König der Mossi, Mogho Naaba und Dr. Laura Häusler, Foto: Menschen für Frauen e.V.

Maternité

Planungsphase für den Bau weiterer Gebäude auf dem Gelände ist gestartet, erste Angebote sind eingeholt.

Dispensaire ist im Betrieb

Poliklinik, dem Ministère de la Santé übergeben.

Es werden geplante und notfallmässige Konsultationen sowie kleinere ambulante Behandlungen angeboten.

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